Zur Samtgemeinde Heeseberg im Landkreis Helmstedt gehören die Ortschaften Beierstedt, Dobbeln, Gevensleben, Ingeleben, Jerxheim, Söllingen, Twieflingen, Watenstedt und Wobeck.
Beierstedt (460 Einwohner) liegt reizvoll an der Soltau und an der Südseite des Heesebergs und hat eine Anbindung an die Bahnstrecke Braunschweig-Wolfenbüttel-Helmstedt. Von Beierstedt aus lässt sich der Heeseberg bestens erwandern. Die Landwirtschaft prägt den Ort; es gibt sogar Schafskäse aus Eigenproduktion. Berühmtester Sohn der Gemeinde ist August Vasel (1848 bis 1910), der als Weltenbummler über zehntausend Gegenstände aus den Bereichen Kunst, Geschichte, Ethnologie und Archäologie zusammengetragen hat; diese sind in Braunschweiger Museen zu betrachten. Sein Grab ist auf dem Beierstedter Friedhof zu finden. Die Gemeinde Gevensleben (800 Einwohner) besteht aus den Ortsteilen Gevensleben und Watenstedt. Die beschaulichen Orte sind überwiegend landwirtschaftlich geprägt. Daher hat auch das „Heeseberg-Museum“ der Samtgemeinde Heeseberg mit einer bedeutenden Sammlung der verschiedensten Geräte aus Landwirtschaft und Haushalten sowie neuerdings mit einer Fossiliensammlung und geschichtlichen Dokumenten auf einem ehemaligen bäuerlichen Gehöft in Watenstedt seinen Sitz. Wer auf frühgeschichtlichen Spuren wandeln will, kann eine bei Watenstedt gelegene fragmentarisch erhaltene Wallanlage, die zu einer riesigen Fluchtburg gehörte besuchen – die Hünenburg.
Ingeleben (450 Einwohner) liegt reizvoll in einem Kessel des Elmtales am Kreitelbach und erhält seine Prägung durch die Kirche mit ihrem romanischen Turm aus dem Mittelalter. Überregionale Beachtung findet der jährlich am Tag vor Himmelfahrt stattfindende „Heiratsmarkt“. Jerxheim (1325 Einwohner) mit dem Ortsteil Jerxheim-Bahnhof und der Siedlung „Am Heeseberg“ ist Verwaltungssitz der Samtgemeinde Heeseberg. Der am Fuße des Heesebergs gelegene Ort verfügt über eine gute Infrastruktur (Grundschule, Altenheim, Ärzte, Apotheke und Einkaufsmöglichkeiten). Söllingen (715 Einwohner) liegt verkehrsgünstig an der Bundesstraße 244 und der Eisenbahnstrecke Braunschweig-Wolfenbüttel-Helmstedt. Der Ort eignet sich auch hervorragend als Ausgangspunkt für eine Radtour durch das „Große Bruch“. Die Gemeinde Twieflingen (800 Einwohner) besteht aus den Ortsteilen Dobbeln, Twieflingen und Wobeck. Dobbeln ist ein kleines landwirtschaftlich geprägtes Dorf, zu dem frühere Mühlengrundstücke gehören, um die sich viele Sagen ranken. So soll die Tetzelmühle ihren Namen nach dem berüchtigten Ablasskrämer Tetzel erhalten haben, der den Leuten für teueres Geld zur Tilgung ihrer Sünden Ablassbriefe verkaufte. Wobeck als kleinster Ort liegt am Südhang des Elms am Bremsenbach und wird von einer romanischen Kirche mit gotischem Anbau geprägt. Twieflingen mit der aus dem 13. Jahrhundert stammenden Kirche St. Mauritius entstand wohl aus einem Wirtschaftshof des Klosters Riddagshausen und versorgt sich noch heute eigenständig durch eine Genossenschaft mit Trinkwasser. Die idyllischen von der Landwirtschaft geprägten Heesebergdörfer mit ihren großen thüringischen Hofanlagen scharen sich um den schon von weitem sichtbaren Heeseberg (200 m) mit seiner einladenden Berggaststätte, dem die Samtgemeinde auch ihren Namen verdankt. Vom Heesebergturm inmitten eines Natur- und Landschaftsschutzgebietes mit einem interessanten Geologie-Natur-Erlebnispfad des Freilicht- und Erlebnismuseums Ostfalen (FEMO) erschließt sich ein herrliches Panorama. Von hier aus kann man – bei klarer Sicht – gen Süden das schöne Harzvorland mit dem eindrucksvollen Brockenmassiv im Hintergrund und gen Norden den Elm genießen. Im „Großen Bruch“, einer ehemaligen eiszeitlichen Schmelzwasserrinne, lässt es sich ausgezeichnet Rad fahren und die Natur genießen, weil kaum eine Unebenheit die Fahrt erschwert. Es lohnt sich also, sich auf den Weg zu machen, um diesen Landstrich im Dreieck Braunschweig, Goslar, Helmstedt einmal näher kennen zu lernen. Nähere Informationen unter www.samtgemeinde-heeseberg.de |