
Am Osthang des Elms liegt Schöningen, die älteste urkundlich belegte Stadt des früheren Braunschweiger Landes. Bereits im Jahre 748 n. Chr. wird sie als Scahaningi im Zusammenhang mit einem Kriegszug des Frankenkönigs Pippin erwähnt. In der Folgezeit blühte die Siedlung dank ihrer Solequellen und reichen Salzvorkommen auf. In der Pfalz residierten vorübergehend ottonische Kaiser und Augustinermönche schufen eine großartige Klosteranlage, als deren Übrigbleibsel heute noch die imposante Klosterkirche St. Lorenz als Wahrzeichen die Stadt überragt. Im 14. Jahrhundert errichteten dann die Braunschweiger Welfenherzöge hier an der Ostgrenze ihres Territoriums ein Schloss, das bald zum Witwensitz der Braunschweiger Herzoginnen avancierte. Diese bauten die Anlage im 16. und 17. Jahrhundert zu einem großartigen vierflügeligen Komplex im Renaissancestil aus. Heute sind in den Schlossbauten u. a. ein Kulturzentrum, in dem Theater- und Vortragsveranstaltungen sowie Feste und Feierlichkeiten stattfinden, das Schlossrestaurant und -hotel, mehrere Seminarräume und das moderne Jugendfreizeitzentrum der Stadt untergebracht. Die Stadtkirche St. Vincenz und das klassizistische Rathaus zeugen von der Bedeutung der Stadt, die bereits im 14. Jahrhundert die Stadtrechte besaß.
Etwa 15.000 Einwohner leben heute in der Kernstadt und den beiden 1974 eingemeindeten Vororten Esbeck und Hoiersdorf. Bedeutendster örtlicher Betrieb ist die ehemalige Braunschweigische Kohlen-Bergwerke AG (heute E.ON-Kraftwerke), die Braunkohle aus großen Tagebauen zur Stromerzeugung im Kraftwerk Buschhaus einsetzen. Diese wird im Kraftwerk Buschhaus, das an der Stadtgrenze liegt, zur Stromerzeugung eingesetzt. Bis Schöningen reicht der Einzugsbereich des VW-Werks in Wolfsburg. Die traditionsreiche Schöninger Saline wurde allerdings im Zuge wirtschaftlicher Konzentrationsmaßnahmen im Jahre 1970 geschlossen. Schöningen verfügt als Zentrum des Südkreises Helmstedt über alle allgemeinbildenden Schulen einschließlich des Gymnasiums. Attraktionen für den Fremdenverkehr sind neben den genannten Baudenkmälern das Heimatmuseum und für den sportlich Interessierten das „Badezentrum Negenborn“, das schön gelegene Elmstadion sowie der Golfplatz westlich der St. Lorenz-Kirche. Auf vielen Wanderwegen kann der Elm mit seinen herrlichen Buchenbeständen durchwandert werden. Vom Waldrand bietet sich ein weiter Blick nach Osten und Süden in die mitteldeutsche Tiefebene. Mit dem Grenzdenkmal in Hötensleben, einen Katzensprung von Schöningen entfernt, läßt sich auch hier ein Stück junger deutscher Geschichte „live“ erleben. Sehenswürdigkeiten und Highlights: - Schloss Schöningen mit Schlosspark
- Romanisch-gotische Kirche St. Lorenz, gotische Hallenkirche St. Vincenz,
neugotische St. Marien-Kirche, romanische Clus-Kirche, St. Andreas-Kirche Esbeck, St. Nicolai-Kirche Hoiersdorf - Anna Sophianeum am Markt – ehemalige Lateinschule, Renaissancegebäude mit barockem Portal, heute Heimatmuseum
- „Wassermaid“ und Geschichtsbrunnen auf dem Marktplatz
- Badezentrum Negenborn mit 50 m-Sportbecken, 115 m-Riesenrutsche und Saunatrakt
- Informations- und Ausstellungszentrum – Ehemaliges Gefängnis mit Sonderausstellungen zum archäologischen Fundkomplex "Schöninger Speere"
(www.erbedermenschheit.de) - Stadtführungen in plattdeutscher Sprache
- Elmstadion
- Golfplatz St. Lorenz
- Tagebaufelder Schöningen und Esbeck mit Informationspunkten
Auskunft erteilt: Stadt Schöningen Telefon: 0 53 52 / 51 21 77 Telefax: 0 53 52 / 51 21 53 email: tourismus@schoeningen.de www.schoeningen.de |