Samtgemeinde Velpke

 

Die Samtgemeinde Velpke wurde am 1. Juli 1972 durch das Wolfsburg-Gesetz geschaffen.

Sechzehn bis zum 30. Juni bestehende Gemeinden wurden zu 5 eigenständigen Gemeinden zusammengeschlossen. Diese bilden nunmehr auf einer Fläche von 120 qkm die Samtgemeinde Velpke.

Die Samtgemeinde Velpke bildet den nördlichen Teil des Kreises Helmstedt und liegt zwischen den Mittelzentren Helmstedt und Wolfsburg. Die Gemeinde Velpke ist ausgewiesenes Grundzentrum im Regionalen Raumordnungsprogramm.

Während in den 60er Jahren ein ständiges Absinken der Bevölkerung zu verzeichnen war, ist seit Mitte der 80er Jahre wieder eine positive Entwicklung festzustellen. Das ist in erster Linie auf die Nachbarschaft der Volkswagen AG zurückzuführen. Die räumliche Nähe zu Wolfsburg sowie die Öffnung der innerdeutschen Grenze und nicht zuletzt die hervorragende schöne Landschaft haben die Samtgemeinde zu einem bevorzugten Wohnstandort werden lassen.

War vor dem 2. Weltkrieg der gesamte Raum fast ausschließlich landwirtschaftlich strukturiert, so haben sich inzwischen zahlreiche kleine und mittlere Betriebe angesiedelt.

Die regionale Haupterschließungsfunktion übernehmen gegenwärtig die B-244 (Helmstedt-Wittingen) und die B-188 (Wolfsburg-Vorsfelde-Oebisfelde). Überregional erfolgt die Anbindung über die Autobahn A2 Hannover-Berlin und den ICE-Bahnanschluss Wolfsburg. Genaue Informationen über den Einsatz öffentlicher Verkehrsmittel hält auch der Zweckverband Großraum Braunschweig bereit.

Für die Energieversorgung im gesamten Gebiet ist die Landelektrizität Fallersleben zuständig. Sämtliche Gemeinden und Ortsteile sind an die zentrale Wasserversorgung sowie an die zentrale Abwasserbeseitigung angeschlossen, die durch den Wasserverband Vorsfelde erfolgt. Die Müllbeseitigung liegt in den Händen des Landkreises Helmstedt.

Gemeinde Bahrdorf

Ortsteil Bahrdorf

Bahrdorf wurde 973 erstmals als Bardorp urkundlich erwähnt. In schöner Landschaftskulisse findet man um Bahrdorf erholsame Spazier- und Wanderwege. In der Ortsmitte biegt man beispielsweise in Richtung Wahrstedt ab und wandert auf einer herrlichen Pappelallee nach Büstedt, einem alten Herrensitz.

Ortsteil Mackendorf

Mackenthorpe steht in der ersten Urkunde von 1160. Mackendorpe hieß das Dorf 1240, Mackendorp 1481. Heute ist Mackendorf ein Ortsteil von Bahrdorf.

Ortsteil Rickensdorf

Als einstraßige, am Ende abgeschlossene, nur mit einem Eingang versehene Dörfer slawischer Bauart gab es im Raume Braunschweig sieben an der Zahl. Eines davon ist Rickensdorf; Riemannstorpe ist in einer Urkunde von 1225 zu lesen.

Rickensdorf, heute ein Ortsteil von Bahrdorf, besaß um die Jahrhundertwende noch drei intakt erhaltene sächsische Häuser.

Ortsteil Saalsdorf

Fernab großer Handelsstraßen hat dieser Ort seinen dörflichen Charakter bewahren können. Hier, wo die Mühlenaller zur Aller wird, liegt dieses Dorf unmittelbar an der damaligen braunschweigischen Grenze zur preußischen Provinz Sachsens. Der Ort wird urkundlich als Selestorp 1179 unter den Gütern des Ägidienklosters genannt. Seit 1972 ist Saalsdorf ein Ortsteil von Bahrdorf.

Gemeinde Danndorf

Inmitten einer herrlichen Wald- und Seenlandschaft liegt das reizvolle Danndorf, ein Ort der schon 1160 als Danthorpe urkundlich erwähnt wird. Idyllisch gelegene Fischteiche, einst Baggerseen, sind Ziel auch von Jugendlichen, für die man hier einen gepflegten Jugendcampingplatz angelegt hat.

In der Stille der Landschaft finden aber auch die Älteren Ruhe und Erholung. Eine Eigentümlichkeit der niedersächsischen Bauernhäuser in Danndorf ist, dass deren Giebel, anstatt der sonst üblichen Pferdeköpfe, vielfach Vögel mit einem runden Knopf auf dem Kopf zeigen.

Gemeinde Grafhorst

Grafhorst, heute zur Samtgemeinde Velpke gehörend, wird 1212 urkundlich erstmals erwähnt. Der Ort liegt in einem eiszeitlichen Urstromtal. Im nahen Sumpfgebiet des Drömlings, das zum Teil erst in neuerer Zeit melioriert wurde, leben noch seltene Wasservögel, findet man noch viele vom Aussterben bedrohte Sumpf- und Moorpflanzen. Reizvolle Wanderwege bieten entlang der Aller viele Möglichkeiten zur Erholung. Ein Besuch in Grafhorst lohnt sich besonders zur Spargelzeit.

Gemeinde Groß Twülpstedt

Ortsteil Gr. Twülpstedt

Als Tiulpstide ist das Dorf urkundlich 1311 unter den Gütern des Klosters Berge erwähnt. Im Jahre 1665 erwarb der berühmte Professor Hermann Conring das Rittergut der von Bartensleben vom Haus Braunschweig. Die bereits im 12. Jahrhundert erwähnte Pfarrkirche mit romanischer Apsis sowie gotischem Chorviereck und Langhaus ragt weit über die Häuser des Dorfes hinaus.

Ortsteil Kl. Twülpstedt

Die erste Erwähnung von Klein Twülpstedt finden wir 1311. Seit 1972 ist das Dorf Ortsteil der Gemeinde Groß Twülpstedt und gehört mit ihr zur Samtgemeinde Velpke. Der Name Twülpstedt bedeutet: Ort am Zusammenfluß zweier Bäche. Gerade diese Lage am Wasser ist bei der Standortwahl für eine Zuckerfabrik später maßgebend gewesen. Heute wird das Gelände der ehemaligen Zuckerfabrik als Gewerbegebiet genutzt.

Ortsteil Rümmer

Seinen Namen hat das Dorf, das ein Ortsteil der Gemeinde Groß Twülpstedt ist, von dem Wort bere oder ber, das in Norddeutschland nicht selten war. 1309 schrieb man als Ortsbezeichnung Rymbere, 1536 Rummer und 1560 Remmer.

Ortsteil Papenrode

Papenrode, unweit der Lapau gelegen, war einst nach Bahrdorf eingepfarrt. Heute ist das Dorf ein Ortsteil der Gemeinde Groß Twülpstedt. Aus einer Urkunde von 1150 geht hervor, dass das Ludgeri-Kloster Ländereien in Papenrothe besaß. Die etwa 400 Jahre alte Mühle der Familie Täger besitzt keine Flügel mehr, nur noch das Mühlenkreuz ragt gen Himmel.

Ortsteil Gr. Sisbeck

Über die Gründung des Ortes Groß Sisbeck, ein Ortsteil der Gemeinde Groß Twülpstedt, gibt es zwei Daten; in einer Urkunde um 1000 schrieb man Sesbeke; andere Quellen sprechen von 1150 als erster Erwähnung.

Ortsteil Kl. Sisbeck

Klein Sisbeck wurde in früheren Urkunden Sesbeke occidentali genannt. Damit wurde es von Groß Sisbeck unterschieden, auch wenn die geographische Lage des Ortes ins Gegenteil verkehrt wurde. Heute ist das Dorf ein Ortsteil der Gemeinde Groß Twülpstedt.

Ortsteil Volkmarsdorf

Das alte Pfarrdorf, heute als Ortsteil zur Gemeinde Groß Twülpstedt gehörend, war früher eines der wohlhabendsten Dörfer weit und breit. Die älteste Urkunde, in der Volkmarsdorf erwähnt wird, stammt aus dem Jahre 1014; man schrieb Volksmerstorp. Der Ortsname stammt von der Person Volcmer. Eine Besonderheit des Ortes ist die St.-Servatius Kirche mit zwei Türmen.

Gemeinde Velpke

Ortsteil Velpke

Erstmals erwähnt wird das Dorf im Jahre 1160 als Vilebeke. Velpke ist Mitglied und auch Verwaltungssitz der Samtgemeinde Velpke, die mit ihren Mitgliedsgemeinden den nördlichen Teil vom Landkreis Helmstedt erschließt.

Das Ortsbild von heute wird geprägt durch das Dorfzentrum mit vielfältigen Einkaufsmöglichkeiten und modernen Wohngebieten im Grünen.

Der Ort ist durch seine Sandsteinbrüche schon früh bekannt geworden. Der Überlieferung nach sollen sie um 1600 von einem aus dem Kürfürstentum Sachsen eingewanderten Mann namens Körner angelegt worden sein. Die hier gewonnenen Platten und Quader wurden sogar auf dem Wasserweg bis Bremen gebracht und von hier aus nach Übersee verschifft.

Die rekultivierten Steinbrüche umgeben von Birken- und Kiefernwäldern bieten heute ein besonders reizvolles Naturgebiet, welches besonders im Sommer auch Menschen aus dem weiteren Umland anlockt.

Ortsteil Wahrstedt

Wahrstedt, ein Ortsteil der Gemeinde Velpke, gehört zu den Dörfern slawischer Bauart. Diese Dörfer waren einstraßig und nur mit einem Eingang versehen. Die im Jahre 1568 errichtete Wahrstedter Petruskirche gehört mit ihrem prunkvollen Barockaltar zu den schönsten Dorfkirchen des Braunschweiger Landes.

Ortsteil Meinkot

Das zur Gemeinde Velpke gehörende Dorf Meinkot wurde erstmals 1145 als Meincoten erwähnt. Meinkot ist ein Geheimtipp für Wanderer und Radfahrer. Der Wanderer findet am Dorfteich Bänke und eine Grillhütte zum Ausruhen und Rasten. Im Winter ist der Meinkoter Dorfteich ein beliebter Treffpunkt für Schlittschuhfahrer.

Obwohl Meinkot als Ortsteil der Gemeinde Velpke zugeordnet ist, wurde immer eine eigene Dorfgemeinschaft beibehalten. Diese wird heute durch die drei maßgebenden Vereine, den Schützenverein, den Sportverein und die Feuerwehr, aufrechtgehalten und bewahrt.

Nähere Informationen unter www.velpke.de