Wolmirstedt (10.500 Einwohner) ist 15 km von Magdeburg, der Landeshauptstadt von Sachsen-Anhalt, entfernt. Wer einmal in Wolmirstedt ist, sollte die Schlossdomäne mit der im Stil der Backsteingotik erbauten Schlosskapelle aus dem Jahre 1480 gesehen haben. Desgleichen die Bruchsteinscheune, die zum Museum gehört, und das rekonstruierte Bürgerhaus – ehemaliges Herrenhaus – unserer Stadt, in dem Vereine ihren Sitz haben. In unmittelbarer Nähe der Schlossdomäne befindet sich das Fischerufer, eine der ältesten Straßen Wolmirstedts, in der vor etwa 300 Jahren der Standort der „Großen Wasserkunst“ war.Die „Halle der Freundschaft“ im Innenstadtbereich zieht viele sportbegeisterte Besucher an. Hier werden auch internationale Turniere ausgetragen. Nicht zu übersehen sind die Ärztehäuser in der Damaschke- und in der Burgstraße. Sie wurden im modernen Stil erbaut und fügen sich harmonisch ins Stadtbild ein. Wer Ruhe und Entspannung sucht, findet sie bei uns. Ein Spaziergang entlang der Ohrepromenade zum Auenwald des Küchenhorns ist zu jeder Jahreszeit ein Erlebnis. Sehenswürdigkeiten: - Altes Rathaus – Die ältesten Darstellungen dieses Gebäudes stammen aus 1665 und zeigen ein stattliches Renaissancebauwerk mit zwei Zwerggiebeln. Das heutige Erscheinungsbild des Alten Rathauses, das in der Fußgängerzone von Wolmirstedt steht, erhielt den Bau während der Restaurierung 1718. Über dem Portal ist das Stadtwappen mit der Heiligen Katharina, der Schutzpatronin der Philosophen, Lehrenden und Lernenden, zu sehen.
- Bockwindmühle – Die ursprüngliche Windmühle von 1842 ist zwar längst abgerissen, doch bildet die heute am alten Standort stehende Rekonstruktion einen interessanten Anziehungspunkt für Gäste aus nah und fern. Nach 1992 entstand neben der Bockwindmühle mit den sich drehenden Mühlenflügeln auch ein kleines, zweckmäßiges Hotel mit Café-Restaurant. In der Nähe der Bockwindmühle, am westlichen Stadtrand, befindet sich die jüdische Begräbnisstätte aus dem Jahr 1815.
- Fachwerkhaus – Dem Alten Rathaus direkt gegenüber liegt ein um 1780 gebautes und in den 90er Jahres des 20. Jahrhunderts renoviertes Fachwerkhaus. Diese wunderschöne Gebäude mit Laubengang und seitlichem Eckturm am hinteren Zwischengebäude beherbergt u. a. ein Hotel, Verkaufsräume und eine Gaststätte.
- Kreismuseum – Seit 1981 befinden sich die Museumsräume in den Gebäuden der Schlossdomäne, wobei z. Zt. zwei Gewölbe des Schlosses, das Foyer der Bruchsteinscheune sowie mehrere kleine Räume dieses Gebäudes für Ausstellungszwecke zur Verfügung stehen.
- Schlossdomäne – Die in der historischen Altstadt gelegene Schlossdomäne war ehedem nicht nur Burg der Askanier und Grenzbefestigung zwischen der Mark Brandenburg und dem Erzstift Magdeburg, sondern auch Sommerresidenz der Magdeburger Erzbischöfe. Der gesamte Komplex besteht aus dem um 1770 errichteten Wohnhaus des einstigen Domänenpächters, aus der Bruchsteinscheune von 1846, dem Torhaus und der 1480 in Backsteingotik erbauten Schlosskapelle. Heute befinden sich in den verschiedenen Gebäuden u. a. das Kreismuseum Wolmirstedt, die Stadtbibliothek, das Bürgerhaus und das Amtsgericht.
- St.-Katharinenkirche – Sehenswert ist auch die 1876 erbaute St. Katharinenkirche. Äußerlich ist ihr anzusehen, dass sie ein neugotischer Backsteinbau aus dem 19. Jahrhundert ist. In der jetzigen Form wurde das anstelle einer Klosterkirche errichtete Gebäude am 29. November 1981 eingeweiht.
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