Königslutter - Domstadt am Elm

 

Königslutter liegt am Nordrand des Elms und ist das Tor zum Naturpark „Elm-Lappwald“. Im Süden geht die Stadt fast unmerklich in den Elm, einer der größten und schönsten Buchenwälder Norddeutschlands, über, im Norden liegen die Naturschutzgebiete Rieseberger Moor und Rieseberg sowie der reizvolle Dorm. Ihren Namen erhielt die Stadt nach dem Lutterbach und dem König und späteren Kaiser Lothar III.

 

Die Stadt entwickelte sich aus dem Dorf Lutter, das zuerst 1150 bezeugt wurde, aber sicherlich wesentlich älter ist. Um 1200 errichtete der Herzog von Braunschweig unmittelbar östlich des Ortes eine Wasserburg, in deren Schutz Königslutter sich zum Marktort entwickelte, dem um 1400 das Stadtrecht verliehen wurde. Das Aufblühen der Stadt hat vor allem die Brautätigkeit in Königslutter bewirkt. 73 Brauhäuser waren berechtigt, das Ducksteinbier, ein wohlschmeckendes Weizenbier, zu brauen, das sogar bis in die Niederlande exportiert wurde. Das beste Ducksteinbier gelangte an die Fürstenhöfe. Sehr geschätzt wurde dieses Bier am Hof Friedrich Wilhelm I.. Heute kann man das Ducksteinbier wieder im gesamten Bundesgebiet und darüber hinaus kaufen und genießen.

 

Bis 1924 existierten neben Königslutter noch die selbständigen Dörfer Oberlutter und Stift Lutter, die im selben Jahr in die Stadt eingegliedert wurden. Eine wesentliche Erweiterung erfuhr Königslutter 1974 durch die Verwaltungs- und Gebietsreform, als 17 umliegende Dörfer eingemeindet wurden. In dieser heutigen Form hat sie konstant rund 16.500 Einwohner bei einer Fläche von rund 130 km².

 

Das Gesicht Königslutters hat sich in den letzten Jahren deutlich verändert. Das Domumfeld ist der Ausstrahlung des Domes angepasst, Straßenzüge aus der Innenstadt heraus zum Dom und im Bereich der Fußgängerzone haben ein neues Aussehen erhalten. Ein neu gestalteter Platz um die Stadtkirche im Zentrum der Stadt unterstreicht würdevoll die Wirkung des Gotteshauses. In einigen Ortsteilen haben Dorferneuerungsprogramme sehenswerte Verschönerungen ermöglicht.

 

Nach Schließung und Abriss der im Stadtkern gelegenen Zuckerfabrik wurde die Chance ergriffen, zentrumsnah Flächen für den Wohnungsbau zu nutzen und die Entwicklung der innerstädtischen Struktur mit Einzelhandelsflächen sowie öffentlichen Grünflächen voranzutreiben.

 

Durch die innerörtliche Verlegung der Bundesstraße 1 wurde es möglich, den Marktplatz verkehrsberuhigt umzubauen und zu einem besonderen, der altstädtischen Umgebung angepassten Kommunikationstreff umzugestalten. Beides erhöht den Wohn- und Aufenthaltswert erheblich.

 

Die Stadt hat viele weitere Sehenswürdigkeiten, Einrichtungen und Angebote zu bieten:

 

Der Kaiserdom von 1135 (Stiftskirche St. Peter und Paul) mit einzigartigem Kreuzgang, rätselhaftem Jagdfries und dem Grab Kaiser Lothar von Süpplingenburg ist das Wahrzeichen der Stadt.

 

Im Kaiserdom finden als bedeutendes Ereignis für die Musikwelt die jährlichen traditionell im September veranstalteten Domkonzerte statt. Klassische und geistliche musikalische Höhepunkte faszinieren Musikliebhaber weit über die Region hinaus.

 

Zu den beeindruckendsten Naturdenkmälern zählt die 850 Jahre alte Kaiser-Lothar-Linde.

 

Das Zentrum der Stadt ist mittelalterlich geprägt. Am Markt - wie auch im übrigen Stadtkern - ist daneben ein guter Bestand an Häusern aus dem 16. und 17. Jahrhundert vorhanden. Besonders sehenswert ist das 1674 erbaute dreigeschossige Leidenfrosthaus mit zweigeschossigem mittigen Erker auf hohen Säulen. An der Nordseite des Marktes befindet sich hinter den beiden Rathäusern die Pfarrkirche St. Sebastian und St. Fabian, heute allgemein Stadtkirche genannt. Sie wurde im 12. Jahrhundert aus Elmkalkstein errichtet; aus dieser Zeit ist der romanische Turm erhalten geblieben.

 

Museum mechanischer Musikinstrumente KönigslutterDie Museen der Stadt Königslutter:

 

Das Museum Mechanischer Musikinstrumente verfügt über eine Sammlung von internationalem Rang. Hier werden mechanische Musikinstrumente von der Spieldose bis zum Jahrmarktorchestrion gezeigt und vorgeführt.

 

Die über 900-jährige Geschichte der Stadt präsentiert das Museum zur Stadtgeschichte. In der Dombauhütte wird die Baugeschichte des Kaiserdoms sowie das traditionelle Handwerk der Steinmetze anschaulich erklärt.

 

Fachwerkhaus Gänsemarkt

 In Königslutter befindet sich die zentrale Infostelle für den Nationalen Geopark „Harz · Braunschweiger  Land · Ostfalen“, der inzwischen zum UNESCO-Welterbe des Bodens ernannt wurde. In einer Ausstellung wird anhand von Gesteinen, Fossilien und weiteren Exponaten die Natur-, die Landschafts- und die Erdgeschichte des Braunschweiger Landes veranschaulicht.

 

Die Einmaligkeit der Natur im alten Kulturraum Ostfalen, der das nördliche Harzvorland sowie die benachbarten Regionen Sachsen-Anhalts umfasst, wird greifbar und begreifbar dargestellt. Dieses Angebot wird passend durch die Otto-Klages-Sammlung, eine der schönsten geologischen Sammlungen (Fossilien, Steine und Mineralien) Deutschlands, ergänzt.

 

Es wird ein umfangreicher Infoservice für das Geopark-Gebiet „Braunschweiger Land“ sowie speziell für den Naturpark Elm-Lappwald und die Stadt Königslutter am Elm angeboten. Besucher können vom Informationszentrum aus das Braunschweiger Land erkunden, finden zahlreiche Hinweise auf weitere Sehenswürdigkeiten der Region und können sich über aktuelle Angebote und Veranstaltungen informieren.

 

Dabei spielt der besondere Naturschatz Königslutters, der Elm, eine herausragende Rolle. Besonders zu empfehlen sind die vom Freilicht- und Erlebnismuseum Ostfalen (FEMO) in der freien Natur geschaffenen Natur-. und Erlebnispfade sowie geologische Erlebnisbereiche.

 

Königslutter bietet seinen Bürgern und Gästen ein vielseitiges Kulturangebot mit Theater- und Kabarettveranstaltungen sowie Konzerten. Neben den Domkonzerten sind weitere jährliche Veranstaltungshöhepunkte das Domfest rund um den Kaiserdom, das Duckstein- und Stadtfest auf dem Marktplatz und der Adventsmarkt rund um die Stadtkirche.

 

Als Wohnstandort bietet die Stadt u.a. ein beachtenwertes Schulangebot mit Grund-, Haupt- und Realschule und auch Förderschulen für Lern- und Geistigbehinderte. Die Steinmetzschule und das Bildungszentrum für das Steinmetz- und Bildhauerhandwerk besitzen länderübergreifende Bedeutung.

 

Die Vereine bieten ein breites Angebot an Freizeitsportarten an. Zahlreiche Sportstätten, einen Hallen- und ein Freibad rund das breitgefächerte Freizeitangebot der Stadt Königslutter, der Domstadt am Elm, ab.

 

 

i     Stadt Königslutter am Elm 

         - Tourist-Information -

Am Markt 2 (Rathaus)     38154 Königslutter am Elm

Tel. 05353 / 912129     Fax 05353 / 912155

http://www.koenigslutter.de     touristinformation@koenigslutter.de