Die Helmstedter Landwehr

Unsere mittelalterliche Verteidigungsanlage gegen Angreifer aus dem Osten.

Die ehemalige Helmstedter Landwehr zwischen dem Fürstentum Braunschweig und dem Bistum Magdeburg besteht aus den Walbecker Warten, der Magdeburger Warte sowie einer Wallanlage durch den Lappwald.

Adresse & Kontakt

Magdeburger Warte
38350 Helmstedt

Die beiden Walbecker Warten und die Magdeburger Warte sind die Überreste der spätmittelalterlichen Helmstedter Landwehr. Die Wehr zog sich circa acht Kilometer durch den Lappwald und schirmte die Stadt Helmstedt nach Osten hin gegen das Erzstift Magdeburg ab. Helmstedt gehörte damals zum Herzogtum Braunschweig. Die Landwehr befindet sich damals wie heute fast ausschließlich im Wald oder am Waldrand und schützte früher das Kloster St. Ludgeri, die Wasserreservoirs und die Fischteiche der Stadt.

Funktionsweise der Helmstedter Landwehr

Sichtete die Wache Feinde, gab sie diese Informationen mittels Rauch- oder Rufsignalen an den nächsten Posten oder an die Stadt weiter, um die Verteidigung vorzubereiten. Zudem bot die Landwehr die Möglichkeit, geordnete Kontrollen durchzuführen und Zölle zu erheben. Die Helmstedter Landwehr ist eine der ältesten Wehren in ganz Niedersachsen eine der am besten erhaltenen Landwehren in Deutschland.

Grundlage der Landwehr waren aber Gräben und Wälle. Im Wesentlichen nutzten die damaligen Arbeiter den Grabenaushub, um die Wälle zu errichten. An manchen Abschnitten der Wehrs gibt es ein gestaffeltes System mit vorgelagertem Nebengraben. Dort weitet sich die gesamte Anlage auf eine Breite von bis zu 50 Metern aus.

Zweimal jährlich musste die Helmstedter Bevölkerung zum sogenannten „Heckeknicken“ in den Lappwald. Die Männer und Frauen flochten das Dornengestrüpp aus Hainbuche, Weißdorn und Hagebutte zu einer undurchdringlichen Wand und halfen so bei der Abwehr des Feindes.

Die drei Wehrtürme an der Helmstedter Landwehr

Drei Warttürme verstärkten die Landwehr um Helmstedt. Diese können Radfahrer und Wanderer auch heute noch erkunden bestaunen. Die Erste und die Zweite Walbecker Warte – etwa um 1416 errichtet – sind als Rundtürme nahezu baugleich. Ihre Höhe beträgt heute zwischen sechs und sieben Meter, früher dürften sie erheblich höher gewesen sein.

Wanderer und Radfahrer, die von der ersten zur zweiten Walbecker Warte fahren, erleben den schönen, streckenweise naturbelassenen Buchenwald unserer Region.

Die Magdeburger Warte hingegen wird schon auf das mittlere 13. Jahrhundert datiert und ist somit der älteste der drei Warttürme. Anders als die Walbecker warten ist die Magdeburger Warte ein quadratischer Turm. Die Mauer ist etwa einen Meter stark.

Heute genießen Besucher von der Spitze des etwa zehn Meter hohen Turms einen schönen Ausblick auf die Umgebung Helmstedts und Harbkes bis ins Harzvorland.

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