Geopark-Infozentrum

Forschungs- und Erlebniszentrum Schöninger Speere

Infos

Adresse
An der Stadtkirche 1
38154 Königslutter am Elm

Kontaktdaten
Tel.: 05353 913740 oder 05353 3003
Web: https://www.femo-online.de

Öffnungszeiten
Di - Sa 11 - 17 Uhr
So 14 - 17 Uhr
Mo geschlossen

Foto: Sebastian Petersen

Geopark-Infozentrum

Der Geopark Harz . Braunschweiger Land . Ostfalen umfasst eine Gesamtfläche von rund 11.000 km². Das Gebiet erstreckt sich zwischen Wolfsburg im Norden, Seesen im Westen, Eisleben im Osten und Nordhausen im Süden. Dieser Raum bietet durch beeindruckende und vielfältige Geotope Einblicke in die Entwicklung der Erde und des Lebens.
Als Teil des Netzwerks der Europäischen Geoparke wurde der Geopark Harz.Braunschweiger Land.Ostfalen 2004 von der UNSESCO in das globale Netzwerk der Geoparke aufgenommen.
In Königslutter befindet sich das erste und wichtigste Informationszentrum des Geoparks.
Neben dem Museum bietet es auch reichlich Informationsmaterial und Begleithefte für Touren auf den Geopfaden und sollte daher der erste Anlaufpunkt sein.

Der Ausstellungsbereich bietet seinen Besuchern eine Zeitreise durch die letzten 290 Millionen Jahre. Im Duckstein-Kellergewölbe werden auf anschauliche Weise die Grundbegriffe der Geologie erläutert. Die Entstehung und der Kreislauf der Gesteine werden hier ausführlich und nachvollziehbar erklärt.
Weiter aufwärts führt die Reise in das Erdmittelalter. An den verschiedensten Gesteinstypen lässt sich die Entwicklung der Erdgeschichte erkennen und erklären, wie unsere Landschaft entstanden ist und warum sie heute so aussieht wie wir sie wahrnehmen. Im gesamten Museum befinden sich zahlreiche dieser versteinerten Zeitzeugen.
Neben der Landschaftsgeschichte spielt natürlich auch die Menschheitsgeschichte, die Entwicklung zum Frühmenschen, eine große Rolle. Der Weg von ursprünglichen Lebewesen und Fossilien über Reptilien bis schließlich zu unseren Vorfahren wird aufgezeigt. Das Ende der Reise zeigt die Entstehung unseres Lebens.
Einzigartige Highlights wie die Stromatolithen vom Heeseberg, das fünf Meter lange Fischsaurierskelett, lebensnahe Figuren des Frühmenschen oder die schönen Seelilien der Otto-Klages-Sammlung faszinieren immer wieder sowohl unsere großen als auch kleinen Besucher.

Idealerweise befindet sich das Museum in bester Lage, denn die geologischen Besonderheiten können auch in der freien Natur auf zahlreichen Pfaden und Erlebnispunkten bewundert werden. Beispielsweise im nur wenige Kilometer entfernten Findlingsgarten ist eine vom Gletscher geformte Landschaft nachgebildet oder am Großsteingrab Groß Steinum wird an sechs Stationen der Bau eines Großsteingrabes dargestellt.
Das Braunschweiger Land weist eine außergewöhnliche geologische Vielfalt auf. Wie in einem Bilderbuch lassen sich Belege für wüstenähnliche Bedingungen, Tropensümpfe, Meeresbedeckungen und Eiszeiten ablesen. Im Verlauf der Erdgeschichte ist durch die Entstehung von Salzstrukturen und dem Wechsel von Meeresaufkommen und Trockenzeiten eine Schichtenfolge in dieser einzigartigen Landschaft entstanden.

Im Informationsbereich des Geopark-Infozentrums erhalten Sie Erläuterungen zu den verschiedenen Geopunkten und Tipps für Ausflüge.

Aus dem paläon

Fotos: Sebastian Petersen / Philigran Studio.

Die Schöninger Speere

Schöningen im Jahr 1994: Im Rahmen einer Rettungsgrabung machen Archäologen im örtlichen Tagebau eine Entdeckung, die unser Bild vom Urmenschen auf den Kopf stellt.

Dr. Hartmut Thieme vom Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege (NLD) ist der Entdecker der weltberühmten Schöninger Speere. Seit 1983 führte der Archäologe mit seinem Team im Vorfeld des Schöninger Tagebaus Rettungsgrabungen durch. Die Krönung seiner Bemühungen war zwischen 1994 und 1998 die Entdeckung mehrerer, vollständig erhaltener Holzartefakte aus der Altsteinzeit – ein Fund der seinesgleichen sucht und ihren Finder in Fachkreisen weltbekannt machte. Die Schöninger Speere sind mit einem Alter von etwa 300.000 Jahren die bisher ältesten erhaltenen Jagdwaffen der Menschheit. Mit dem paläon – Forschungs- und Erlebniszentrum Schöninger Speere wird Thiemes Fund gebührend für interessierte Besucher und Fachleute aus der ganzen Welt in Szene gesetzt.

Inmitten eines Jagdlagerplatzes finden sie mehr als 10.000 Knochen von Wildpferden sowie sieben Holzspeere, weitere Speerbruchstücke, eine Lanze und ein Wurfholz. Eine echte Weltsensation. Denn niemals zuvor wurden so alte und vollständig erhaltene Jagdwaffen aus Holz gefunden. Etwa 300.000 Jahre blieben die Fundstücke dank ungewöhnlich günstiger geologischer Verhältnisse erhalten. Die Nachricht vom sensationellen Fund der Schöninger Speere geht um die Welt.

Im niedersächsischen Schöningen kann man einzigartig nachvollziehen, wie und wo unser Vorgänger, der Homo heidelbergensis, gelebt und gejagt hat. Aus der gesamten Altsteinzeit gibt es zu den Schöninger Speeren weltweit keine Parallele. Für Archäologen sind die über zwei Meter langen, sorgfältig bearbeiteten Speere wie ein Erkenntnisschatz. Anhand des gesamten Fundensembles lässt sich die Besiedlungsgeschichte Nordeuropas erläutern und viele Annahmen über das Leben des Homo heidelbergensis nun endlich beweisen. Planendes Handeln, Kommunikationsvermögen, technologische Fertigkeiten, ausgefeilte Jagdstrategien und ein komplexes Sozialgefüge gehörten zu seinen Fähigkeiten. Damit war er dem modernen Menschen weit näher als bisher gedacht.

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Über die Tourismusgemeinschaft Elm-Lappwald e.V.

Die Tourismusgemeinschaft Elm-Lappwald e.V. ist ein Zusammenschluss mehrerer Partner aus der Region Elm-Lappwald liegend in den Landkreisen Helmstedt, Wolfenbüttel und Börde in Niedersachsen sowie Sachsen-Anhalt. Wir kümmern uns um die touristische Bewerbung und Erschließung unserer Region und stellen unseren Besuchern Informationen zu attraktiven Ausflugszielen, möglichen Aktivitäten und Übernachtungsmöglichkeiten zur Verfügung.

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