Kloster St. Marienberg

Forschungs- und Erlebniszentrum Schöninger Speere

Infos

Adresse
Klosterstraße14
38350 Helmstedt

Kontaktdaten
Tel.: 05351 / 6769

Foto: Stadt Helmstedt

Kloster St. Marienberg

1176 wurde das Kloster St. Marienberg als Augustiner - Chorfrauenstift gegründet. Die ersten Chorfrauen kamen aus dem Stift Steterburg. Neben dem Gebet war eine ihrer wichtigsten Aufgaben die Herstellung von Textilien für die heiligen Orte zum liturgischen Gebrauch. Diese Textilien nennt man Paramente. In der Reformation wurde aus der Chorfrauen - Gemeinschaft ein evangelischer Konvent. Das Kloster ist im Besitz der Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz. 1989 begann ein Konvent mit neuen Aufgaben und einer modernisierten Klosterordnung, die es ermöglicht, verheiratete Damen in den Konvent aufzunehmen. Die Residenzpflicht wurde aufgehoben, dennoch gibt es für Konventualinnen die Möglichkeit, in das Kloster einzuziehen. Der Konvent ist eine ev. luth. Gemeinschaft und kommt zu gemeinsamer Arbeit und zum Gebet in das Kloster. Das Kloster wird durch Führungen in Kirche, Schatzkammer und Paramentenwerkstatt der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Dies ist ein Schwerpunkt der Aufgaben des Konvents, wie auch die Förderung der Paramentik. Gottesdienste, Seminare zu geistlichen Themen und Ausstellungen ergänzen die Tätigkeit. Die Paramentenwerkstatt, 1862 hervorgegangen aus dem alten Konvent, befindet sich heute in der Trägerschaft der “von Veltheim Stiftung beim Kloster St. Marienberg, Helmstedt“. Textile Kunstwerke der modernen Zeit und Rekonstruktionen werden weiterhin im Paramentensaal gearbeitet. Ebenso wird in der seit 1984 angegliederten Restaurierungsabteilung für den Erhalt kostbarster historischer Textilien gesorgt. Führungen sind mit Besichtigungen der Kirche, Schatzkammer und Paramentenwerkstatt nach telefonischer Vereinbarung möglich.

Eintritt
Erwachsene 3,00 €
Schüler und Studenten 1,00 €

Aus dem paläon

Fotos: Sebastian Petersen / Philigran Studio.

Die Schöninger Speere

Schöningen im Jahr 1994: Im Rahmen einer Rettungsgrabung machen Archäologen im örtlichen Tagebau eine Entdeckung, die unser Bild vom Urmenschen auf den Kopf stellt.

Dr. Hartmut Thieme vom Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege (NLD) ist der Entdecker der weltberühmten Schöninger Speere. Seit 1983 führte der Archäologe mit seinem Team im Vorfeld des Schöninger Tagebaus Rettungsgrabungen durch. Die Krönung seiner Bemühungen war zwischen 1994 und 1998 die Entdeckung mehrerer, vollständig erhaltener Holzartefakte aus der Altsteinzeit – ein Fund der seinesgleichen sucht und ihren Finder in Fachkreisen weltbekannt machte. Die Schöninger Speere sind mit einem Alter von etwa 300.000 Jahren die bisher ältesten erhaltenen Jagdwaffen der Menschheit. Mit dem paläon – Forschungs- und Erlebniszentrum Schöninger Speere wird Thiemes Fund gebührend für interessierte Besucher und Fachleute aus der ganzen Welt in Szene gesetzt.

Inmitten eines Jagdlagerplatzes finden sie mehr als 10.000 Knochen von Wildpferden sowie sieben Holzspeere, weitere Speerbruchstücke, eine Lanze und ein Wurfholz. Eine echte Weltsensation. Denn niemals zuvor wurden so alte und vollständig erhaltene Jagdwaffen aus Holz gefunden. Etwa 300.000 Jahre blieben die Fundstücke dank ungewöhnlich günstiger geologischer Verhältnisse erhalten. Die Nachricht vom sensationellen Fund der Schöninger Speere geht um die Welt.

Im niedersächsischen Schöningen kann man einzigartig nachvollziehen, wie und wo unser Vorgänger, der Homo heidelbergensis, gelebt und gejagt hat. Aus der gesamten Altsteinzeit gibt es zu den Schöninger Speeren weltweit keine Parallele. Für Archäologen sind die über zwei Meter langen, sorgfältig bearbeiteten Speere wie ein Erkenntnisschatz. Anhand des gesamten Fundensembles lässt sich die Besiedlungsgeschichte Nordeuropas erläutern und viele Annahmen über das Leben des Homo heidelbergensis nun endlich beweisen. Planendes Handeln, Kommunikationsvermögen, technologische Fertigkeiten, ausgefeilte Jagdstrategien und ein komplexes Sozialgefüge gehörten zu seinen Fähigkeiten. Damit war er dem modernen Menschen weit näher als bisher gedacht.

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Die Tourismusgemeinschaft Elm-Lappwald e.V. ist ein Zusammenschluss mehrerer Partner aus der Region Elm-Lappwald liegend in den Landkreisen Helmstedt, Wolfenbüttel und Börde in Niedersachsen sowie Sachsen-Anhalt. Wir kümmern uns um die touristische Bewerbung und Erschließung unserer Region und stellen unseren Besuchern Informationen zu attraktiven Ausflugszielen, möglichen Aktivitäten und Übernachtungsmöglichkeiten zur Verfügung.

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