Kloster Mariental bei Grasleben

Das wiederaufgebaute mittelalterliche Zisternenkloster zwischen Grasleben und Helmstedt

Das Kloster Mariental ist mit seiner schlichten Bauweise Zeuge der asketischen Ideale des Zisterzienordens und war lange Zeit ein wichtiger Wirtschaftsfaktor der Region.

Adresse & Kontakt

Klosterkirche Mariental
Kirchstraße 5, 38368 Mariental

Web: www.grasleben.de

Das Kloster Mariental liegt im am Lappwald zwischen der Stadt Helmstedt und der Gemeinde Grasleben.

Die Geschichte der Klosterkiche St. Marien reicht zurück bis in das frühe 12. Jahrhundert. Der asketische Reformorden der Zisterzienser wurde bereits im Jahr 1098 von den Benediktinermönchen im burgundischen Citeaux gegründet und breitete sich rasch in ganz Europa aus.

Pfalzgraf Friedrich II. von Sommerschenburg stiftet schließlich im Jahre 1136 das Zisterzienserkloster in Mariental, der Bau beginnt im Jahr 1138. Das Kloster zeigt in seiner Bauweise das asketische Ideal des Zisterzienserordens und wurde ohne schmückende Elemente errichtet.

Die Mönche des Zisterzienserordens im Kloster Mariental verfügten über große Ländereien, Fischteiche, Weinberge und Wirtschaftshöfe von Braunschweig bis Magdeburg. Im Jahr 1569 aber wird das Kloster evangelisch und die Geschichte der Zisterzienser endet in Mariental.

Danach wurde die Klosteranlage als evangelische Klosterschule genutzt, später als Wohngebäude und Brennereibetrieb. In den 1950er Jahren beginnt eine umfassende Restaurierungs der gesamten Anlage.

Die Anlagen im Kloster Mariental

Seit 2018 können Besucher in den Räumen der Klosteranlage das Lapidarium bestaunen – eine Sammlung längst verloren geglaubter Marientaler Werksteine. Sie stammen aus der Zeit der Romanik und der Frühgotik. Ein weiterer interessanter Raum ist das Laienrefektorium. Im Mittelalter lebten neben den Mönchen auch Laienbrüder im Kloster. Sie wurden auch „Arbeitsmönche“ genannt und verbrachten ihre Zeit getrennt von den Zisterziensermönchen. Darum hatten sie auch einen eigenen Speiseraum – das Laienrefektorium.

Besonders interessant ist der sogenannte „Graffiti-Raum“ im Ostflügel der Anlage. Hier befinden sich lateinische Graffiti mit Namen und Datum aus dem 14. bis 18. Jahrhundert. Vermutlich kamen hier Reisende unter und verewigten sich in den Mauerwänden. Auch wenn dies heutigen Besuchern nicht mehr erlaubt ist, ein Abstecher in das stets öffentlich zugängliche Kloster Mariental – gerne auf einer Radtour durch den Lappwald ist dennoch eine gute Idee.

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