Tagebauinformationspunkt Schöningen

Braunkohletradition zum Anfassen

Ein beliebtes Ausflugsziel zwischen Schöningen und Hötensleben, das die Geschichte unserers regionalen Braunkohleabbaus erzählt.

Adresse & Kontakt

Historischer Schaufelradbagger aus dem Tagebau Schöningen,
38364 Schöningen

Weitere Informationen: www.stadt-schoeningen.de

Zwischen dem Forschungsmuseum Schöningen und der ehemaligen innerdeutschen Grenze in Hötensleben lohnt sich für Besucher unserer Region ein Halt am Tagebauinformationspunkt Schöningen. Hier finden Sie einen mächtigen Schaufelradbagger, der in Hochzeiten der Braunkohleförderung in Schöningen und Umgebung tonnenweise Kohle förderte und ein Zeitzeuge der 146-jährigen Bergbaugeschichte der Region ist. Bereits im Jahr 1874 wurde der erste Tagebau aufgeschlossen, nach und nach folgten vom Tagebau Treue über Alversdorf bis Schöningen weitere. Der Schöninger Tagebau förderte bis zu seiner Auskohlung Ende August 2016 insgesamt 57 Millionen Tonnen Braunkohle, die im nahegelegenen Kraftwerk Buschhaus verbrannt wurden.

Nun sind wir dabei, die alten Tagebauflächen zu rekultivieren. Auf insgesamt 2.700 Hektar entstehe land-, forstwirtschaftliche und Biotopflächen sowie Wasserflächen. Speziell für den Tagebau Schöningen Südfeld – also dort, wo sich der Tagebauinformationspunkt befindet, ist keine Verfüllung des Bodens vorgesehen. Die Grube wird sich nach und nach mit Grundwasser füllen und zu einem See von etwa 400 Hektar Fkäche werden.

Der Tagebau Schöningen als Zeuge der Erdgeschichte

Am Infopunkt lernen Besucher aber nicht nur etwas über die jüngste Geschichte der Region, sondern auch über die frühere Erdgeschichte. Bis zu den deutschen Mittelgebirgen ist das Eis während der verschiedenen Eiszeiten vorgedrungen. In Schöningen lassen sich vor allem Elster- und Saale- und Weichsel-Kaltzeit anhand geologischer Erkenntnisse aus dem Tagebau gut nachvollziehen. So wird zum Beispiel anhand der einzelnen Profile deutlich, dass es auch stärkere Temperaturschwankungen innerhalb der einzelnen Warm- und Eiszeiten gab.

Eindrucksvoll sind natürlich vor allem die Findlinge und weitere Gesteine wie Granite und Gneise, die die Gletscher bei ihrer Wanderung aufgenommen haben. Sie schlummerten unter einem mächtigen Eispanzer , der in unserer Region immerhin noch rund 500 Meter dick war. Die Findlinge sind übrigens deshalb so rund, weil die Bewegungen durch das Eis sie am Boden und gegeneinander schrammten.

Aber machen Sie sich vor Ort am besten selbst ein Bild von den Zeugen der Eiszeit und informieren Sie sich über die Geschichte unseres Tagebaus.

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