Samtgemeinde Grasleben

Die Samtgemeinde Grasleben liegt zwischen der Kreisstadt Helmstedt und Wolfsburg und blickt auf eine bewegte Geschichte zurück.

So wurde der Fliegerhorst Mariental in den Jahren 1937–1940 am Rand des Lappwaldes nahe dem Dorf Mariental eingerichtet. Während des Zweiten Weltkriegs nutzte die Deutsche Luftwaffe ihn zunächst für Ausbildungszwecke. Gegen Ende des Krieges stationierte das Dritte Reich hier auch ein Kampfgeschwader. Einen Luftangriff der Alliierten 1944 überstand der Fliegerhorst mit nur geringen Schäden. Britische Einheiten übernahmen den Fliegerhorst kurz nach Ende des Krieges und sprengten 1946 die militärischen Befestigungsanlagen, sodass nur die Zivilgebäude erhalten blieben.

In den 1960er Jahren entstanden auf und am ehemaligen Kasernengelände Wohnhäuser und auch die Kasernenbauten fanden einen neuen Nutzen als Mietwohnungen. Das frühere Flugfeld unterliegt inzwischen der landwirtschaftlichen Bewirtung.

Camping- und Badespaß

Zu allen Jahreszeiten besuchen Naturfreunde den Campingplatz Mariental. Fotos: Sebastian Petersen / Philigran Studio.

Unweit von Mariental-Horst kommen Campingfreunde voll auf ihre Kosten. Der Campingplatz „Am Loosteich“ ist ganzjährig geöffnet und lädt in direkter Waldlage zum Wandern, Radfahren und Entspannen ein. Im Umkreis von maximal 100 Kilometern liegen zudem die Großstädte Hannover, Magdeburg und Wolfsburg. Der Campingplatz verfügt über 150 Stellplätze und bietet seit 2016 Übernachtungen der besonderen Art an. In Minihotels, die die Form großer Weinfässer haben, können bis zu vier Personen schlafen. Auch für das gemeinsame Familienfrühstück ist hier noch Platz.

An warmen Sommertagen lädt das Freizeitbad Grasleben zu einem ausgiebigen Badetag ein. Der Clou: Sie baden nicht in Chlorwasser, sondern in leicht salzhaltigem Wasser, welches besonders hautverträglich ist. Ein Imbisswagen mit warmen Snacks, kühlen Getränken und Eis sorgt außerdem dafür, dass keiner verhungern oder verdursten muss.

Freibad Grasleben
Graslebens Freibad punktet mit leicht salzhaltigem Wasser anstatt Chlor und ist damit besonders hautverträglich. Foto: Sebastian Petersen / Philigran Studio.

Sehenswert ist aber auch das Steinsalzwerk Braunschweig-Lüneburg in Grasleben. Es ist das letzte von insgesamt fünf Steinsalzbergwerken in Niedersachsen und verfügt über eine angegliederte Fabrikanlage zur Produktion von Speise-, Auftau- und Industriesalzen (z.B. für Kältemittel oder für die Chloralkalichemie). Die Salzschichten entstanden vor 260 Millionen Jahren. Ursprünglich diente das Bergwerk zur Gewinnung von Kalisalz. Im Zweiten Weltkrieg wurden Teile der Grube jedoch als unterirdische Heeresmunitionsanstalt genutzt.

Zwischen Grasleben und Weferlingen befand sich früher die innerdeutsche Grenze. Eine Hinweistafel erinnert den Besucher an diese Zeit.

Im Museum Markgrafscher Hof in Grasleben können Besucher in verschiedenen Ausstellungen und Vorträgen etwas über die Ortsgeschichte und die erdgeschichtliche Landschaftsentwicklung der Region erfahren. Zudem finden hier ganzjährig immer wieder unterschiedliche Veranstaltungen wie beispielsweise das Herbstfest oder der Weihnachtsflohmarkt statt.

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