Verbandsgemeinde Obere Aller

Die Verbandsgemeinde Obere Aller besteht aus sieben Kommunen. Sie befindet sich im westlichen Sachsen-Anhalt und grenzt an Niedersachsen.

Eilsleben liegt im nordwestlichen Teil des Landkreises Börde (Sachsen-Anhalt) im idyllischen Tal der „Oberen Aller“ am Allerbruch. Hier entspringt auch die Aller, die sich durch ganz Norddeutschland zieht und schließlich in die Weser mündet. Erstmals wurde Eilsleben im Jahre 1145 urkundlich erwähnt, allerdings weisen steinzeitliche Funde darauf hin, dass das Gebiet schon weit über 5000 Jahre besiedelt war.

Geschichten von Handwerk und Heimat

Neben dem bekanntesten Wahrzeichen der Gemeinde – dem 36 Meter hohen Wasserturm – informieren sich Besucher im Tischlereimuseum Timme auf 350 m² über das Handwerk des Tischlers. In zehn Räumen werfen Interessierte in historischen Werkstätten einen Blick in den Arbeitsalltag von Zimmerer, Drechsler, Tischler und Böttcher. In der Stellmacherei erfahren Sie, wie ein hölzernes Wagenrad entsteht.

Das Tischlereimuseum in Eilsleben informiert seine Besucher über die Geschichte der holzverarbeitenden Zünfte. Fotos: Sebastian Petersen / Philigran Studio.

Auch Ummendorf bietet auf der Burg mit dem Heimatmuseum einen Einblick in die Historie der Arbeit. Typisch für die ländliche Gegend staunen Besucher hier in der Landtechnikausstellung über einen vollständigen Dampfpflugsatz. Die Dauerausstellung informiert über das Leben auf dem Land. Ein besonderes Highlight sind die beiden Heucke-Dampflokomobile. Auch Hobbygärtner und -köche kommen im Heimatmuseum auf ihre Kosten. Als botanischer Schaugarten für Wild- und Kulturpflanzen hat sich der Kräutergarten mit rund 400 Pflanzenarten zu einem regelrechten Besuchermagneten entwickelt. Veranstaltungen zu verschiedenen Themen vertiefen einzelne Schwerpunkte und vermitteln Wissenswertes zu den Kräutern. So können Sie viele Anregungen für das nächste Familienessen mitnehmen.

Ein Spaziergang durch das Heimatmuseum auf Burg Ummendorf. Fotos: Sebastian Petersen / Philigran Studio.

Auch Harbke ist einen Ausflug wert. Im 14. Jahrhundert errichtete das Adelsgeschlecht Veltheim das Schloss Harbke, das auf den Grundmauern einer mittelalterlichen Rundburg erbaut wurde und als Herrschaftssitz diente. An das Schloss, von dem heute noch die Ruine steht, grenz der schöne Schlossgarten, der im 18. Jahrhundert angelegt wurde. Hier steht auch der älteste Ginkobaum Deutschlands. Früher fanden sich im Park 300 seltene Gehölzarten, da Harbke sich zum wichtigsten Pflanzlieferanten Deutschlands entwickelt hatte. Heute sind noch etwa 100 Arten im Park vorhanden. Aber nicht nur die Flora fühlt sich in Harbke wohl: Inzwischen hat sich eine Nutriafamilie im Schlosspark angesiedelt und trotzdem es sich hier um eine invasive Art handelt, sind die putzigen kleinen und zutraulichen Nager bei den Parkbesuchern sehr beliebt.

Körperliche und spirituelle Erholung

Der Schlosspark Harbke samt Turmruine und niedlichen Nutrias. Fotos: Sebastian Petersen / Philigran Studio.

Gleich in der Nähe der Schlossruine mitten im Schlossgarten befindet sich auch die Orangerie. Hier können Sie bei einer Tasse Kaffee die Sonne genießen und die Seele baumeln lassen. Ein Geheimtipp ist die Turmruine in Harbke, die vom Parkplatz des Ruheforstes aus erkundet werden kann. Schon beim Bau wurde sie gezielt in verwunschener und auf den ersten Blick in verfallener Gestalt errichtet. Schlossherr Werner von Veltheim wollte seinen Bürgern in einer entbehrungsreichen Zeit für ihre Treue danken und sie mit dem Bau in Arbeit halten.

Der Ort Marienborn zählt zu den historisch ältesten Wallfahrtsorten innerhalb Deutschlands. Der Überlieferung nach erschien hier um das Jahr 1000 einem frommen Hirten die Jungfrau Maria. Am Ende des 12. Jahrhunderts entsprang hier ein Quell, der so genannte „Marienborn“ mit heilender Wirkung. Deshalb machten sich viele Menschen auf den Weg nach Marienborn und wollten den wunderbaren Born sehen und aus ihm trinken. Schon bald verbreitete sich das Gerücht, dass Kranke, die daraus tranken geheilt worden seien. Seit 1990 ist Marienborn wieder ein Wallfahrtsort. Besonders die wieder aufgebaute Marienkapelle mit der Marienquelle und die Klosterkirche sorgen für viele Besucher.

Kapelle Marienborn
Das Innere der Marienkapelle in Marienborn. Foto: Sebastian Petersen / Philigran Studio.

Zeitzeugen der innerdeutschen Teilung

Nach Ende des zweiten Weltkriegs richteten die Allierten einen Grenzübergang in Marienborn ein, den die DDR später zu einer Festung direkt an der heutigen Bundesautobahn A2 ausbauten. Während in anderen Teilen Deutschlands kaum noch Zeugnisse der innerdeutschen Teilung zu sehen sind, errichtete das Land Sachsen-Anhalt eine Gedenkstätte am ehemaligen Grenzübergang. So können Besucher das DDR-Grenzregime nachempfinden. Zur Gedenkstätte gehört eine Dauerausstellung, in der Sie auf zwei Ebenen die Geschichte der Deutschen Teilung und Wiedervereinigung multimedial erleben können.

Der ehemalige Grenzübergang Marienborn ist heute eines der letzten Zeugnisse der innerdeutschen Teilung. Fotos: Sebastian Petersen / Philigran Studio.

Über die Tourismusgemeinschaft Elm-Lappwald e.V.

Die Tourismusgemeinschaft Elm-Lappwald e.V. ist ein Zusammenschluss mehrerer Partner aus der Region Elm-Lappwald liegend in den Landkreisen Helmstedt, Wolfenbüttel und Börde in Niedersachsen sowie Sachsen-Anhalt. Wir kümmern uns um die touristische Bewerbung und Erschließung unserer Region und stellen unseren Besuchern Informationen zu attraktiven Ausflugszielen, möglichen Aktivitäten und Übernachtungsmöglichkeiten zur Verfügung.

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