Gedenkstätte Marienborn

Das Tor zwischen Ost und West

Wer zu Zeiten der deutschen Teilung in den Osten reisen wollte, kennt wahrscheinlich noch den Grenzübergang Marienborn. Heute ist die ehemalige Grenzanlage eine mahnende Gedenkstätte.

Adresse & Kontakt

Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn
Autobahn 2, 39365 Harbke

Ungefähr 1.400 Kilometer lang war die innerdeutsche Grenze vom Dreiländereck Bayern – Sachsen – Tschechoslowakei bis zur Halbinsel Priwall in der Ostsee. Davon erstreckten sich rund 342 Kilometer zwischen dem Bundesland Niedersachsen und dem Bundesland Sachsen-Anhalt.

Die Gedenkstätte Marienborn befindet sich direkt an der Autobahn A2 Berlin – Hannover auf dem ehemaligen Gelände der Grenzübergangsstelle Marienborn der Deutschen Demokratischen Republik. Dieser Grenzübergang stellte von 1945 bis zum Jahr 1990 einen der westlichsten Punkte der ehemaligen Systemgrenze dar und war die größte und bedeutendste Kontrollstelle an der deutsch-deutschen Grenze. Wegen der geografisch günstigen Lage zu Berlin wurde über Marienborn der Hauptteil des Transitverkehrs zwischen Westdeutschland und Westberlin abgewickelt, zudem diente die Autobahn als Reiseroute in die DDR und andere Ostblockstaaten. Im Jahr 1985 passierten insgesamt 4,5 Millionen Fahrzeuge den Grenzübergang – also durchschnittlich etwa 12.320 Fahrzeuge pro Tag.

Auf dem Gelände der Gedenkstätte ist vieles aus der Geschichte der Grenzübergangsstelle erhalten – von der Kontrollstelle für die Reisepässe, über die Lichtmasten und Garagen bis hin zum Kontrollturm. In der Wechselstube mussten Bürger der Bundesrepublik bei ihrer Einreise in die DDR ihr Geld in Ost-Mark umtauschen. Bis heute sind Telefone, Schalter und der Geldtresor dort noch zu sehen.

Wer allerdings wirklich eintauchen will in die Geschichte des Grenzübergangs, sollte sich Zeit für eine Führung über das Gelände nehmen. Dann erhält der Besucher auch einen wahrhaften Eindruck vom Ausmaß der Überwachung, der Schikane und des Machtmissbrauchs. Während der Führung erfahren Interessierte, dass sogar in Särgen nach vermeintlichen „Republikflüchtlingen“ gesucht wurde und wie gründlich Autos nach möglichen Verstecken durchsucht wurden.

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