Großsteingrab Bockshornklippe

Wie haben unsere Vorfahren eigentlich ihre Großsteingräber errichtet?

Am Großsteingrab Groß Steinum erfahren Sie etwas über die Baukunst unserer Vorfahren und besuchen das Freilichtmuseum rund um die Bockshornklippe.

Adresse & Kontakt

Großsteingrab an der Bockshornklippe
Dormstraße 22, 38154 Königslutter am Elm

Die Bockshornklippe ist ein sagenumwobener Platz am Rande des alten Dorfkerns des Dorfes Groß Steinum. Das Dorf macht seinem Namen alle Ehre, denn große Quarzitblöcke prägen das Ortsbild. Auch die Bockshornklippe selbst besteht aus diesem Gestein und galt wohl in der Jungsteinzeit als heiliger Ort.

Das Besondere an der Bockshornklippe sind die drei Großsteingräber rund um das Dorf. Sie sind in der jüngeren Steinzeit um 3500 vor Christus entstanden und archäologisch erschlossen worden. Sie sind ein Geopunkt des Geoparks Harz – Braunschweiger Land – Ostfalen. Sechs Stationen dieses Geopunktes verraten dem Besucher wie unsere Vorfahren das Großsteingrab bauten. Vermutlich markierten die Quarzitblöcke zusammen mit der Bockshornklippe als natürlichem heiligen Platz eine heilige Landschaft. Rund um die Bockshornklippe führt der Erlebnispfad „Großsteingrab Groß Steinum“ des Freilicht- und Erlebnismuseums Ostfalen.

Die Besucher des Großsteingrabs in Groß Steinum können vermutlich nur erahnen mit welchen Strapazen die Anordnung der Steine für unsere Vorfahren verbunden waren. Allerdings hatte man damals bereits die notwendigen Kenntnisse und Werkzeuge, um die Megalithen mittels Baumstämmen und einem Ochsengespann von einem Ort zu einem anderen zu transportieren.

Leider steht das Großsteingrab nicht mehr an seinem ursprünglichen Standort, sondern wurde in den 1960er Jahren vom Landesarchäologen Dr. Alfred Tode rekonstruiert, wobei er sich an dem gut erhaltenen Grab der Lübbensteine bei Helmstedt orientierte. So rekonstruierte er eine Kammer mit fünf Paaren von Trägersteinen, zwei Giebelsteinen und vier Decksteinen. Anfang der 1950er Jahre wurden die 17 Steine etwa 200 Meter südwestlich vom jetzigen Standort ausgegraben. Zuvor wurden sie immer wieder vergraben, wenn sie die Landwirte beim Pflügen störten. Damit war eine genaue Rekonstruktion nicht ohne Weiteres möglich.

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